Phoebe

Der Entschluss einen zweiten Hund ins Haus zu holen entwickelte sich auf Grund der sportlichen Ambitionen von Linda und Annettes Begeisterung an der Rettungshundearbeit. Mit Faith, inzwischen 7 Jahre alt, haben wir sehr viel gelernt und waren in allem was wir angefangen haben sehr erfolgreich. Hier wollten wir anknüpfen und weitermachen.  

Daher sollte der zweite Hund sehr viele uns wichtige Eigenschaften vereinen. Er sollte in erster Linie sportlich, ausdauernd, führig, selbständig, robust und gesund sein. Weiterhin waren uns Selbstbewusstsein, Nervenstärke und Anhänglichkeit wichtig. Nach langem recherchieren und hin und her überlegen, sind wir auf die altdeutschen Hütehunde gekommen. Eine noch nicht in Mode gekommene und daher nicht überzüchtete und eher seltene Rasse. Da unser Hund nicht so groß und schwer werden sollte, haben wir uns für den „Mitteldeutschen Fuchs“ entschieden. Und so kam es, dass wir nach einem Wurf von altdeutschen Füchsen gesucht haben. In der Nähe von Hannover wurden wir fündig.

Ein kleiner übermütiger Quirl mit Namen Phoebe würde nun unserer Faith Gesellschaft leisten.

Anfängliche Bedenken, die beiden Hündinnen könnten sich nicht vertragen, waren sehr schnell verflogen. Faith benahm sich vorbildlich. Klein Phoebe schaffte es sogar Faith, die ansonsten mit anderen Hunden nichts am Hut hatte, zum Spielen zu animieren.

Die von uns erwarteten Eigenschaften trafen voll ins Schwarze. Phoebe entwickelte sich prächtig und ganz nach unserer Vorstellung. Sie zeigte sich ausdauernd und immer motiviert. Sie lernte sehr schnell und überraschte uns immer wieder mit einer fehlerfreien Ausführung von den ihr abverlangten Handlungen. Im Agility arbeitete sie die Parcours fast immer fehlerfrei ab und war damit auf vielen Turnieren erfolgreich. Sie qualifizierte sich für den Masters Agility Cup sowie für die Qualifikationen der European Open. Auch in die Mannschaft der Deutschen Vereins Meisterschaft und der SV Regionalliga wurde sie gerne aufgenommen, denn beim Punkte holen konnte man sich auf Phoebe verlassen.

Auch die Rettungshundearbeit ist ihr auf den Leib geschnitten. Zielsicher bewegt sie sich durch die Fläche und findet die für sie ausgelegte Person in kürzester Zeit. Über die Trümmer bewegt sie sich leichtfüßig und elegant und ortet mit hoher Genauigkeit das eingebrachte Opfer. Sie hat alle möglichen Prüfungen in unserer Rettungshundestaffel der Feuerwehr absolviert.

Phoebe bei der Flächensuche

Auf Grund Ihrer guten Leistungen hat Annette mit ihr schon an einigen sportlichen Prüfungen und Deutschen Meisterschaften für Rettungshunde teilgenommen. Wir haben 2016 an den Österreichischen Staatsmeisterschaften teilgenommen und konnten uns auch für die Weltmeisterschaft 2016 in Italien qualifizieren, an der wir dann auch teilgenommen haben.

Zu alledem ist sie total verschmust und anhänglich. Die unausweichliche Konsequenz daraus war der Entschluss, mit ihr einen Wurf zu ziehen. Aber dies ist eine andere Geschichte. Dabei heraus kam jedenfalls klein Alice.