Agility Training Sykes

Agility Foundations

Bevor ich euch von meinen ersten Turnieren Berichte schreibe ich eine Zusammenfassung darüber wie wir die Grundlagen dafür geschaffen haben. Unsere Agility Foundations.

[Werbung] Nachdem wir die “Puppy Class” Online bei Silvia Trkman belegt hatten , was uns viel viel Spaß mit Tricks und “Clicker Training” machte, war für mich klar, auch die Agility Foundations würde ich mit einem Online Kurs von Silvia Trkman aufbauen.

Agility | Running Contacts

Trainiere Running Contacts, haben sie gesagt. Das wird ein Spaß, haben sie gesagt…

Warum running contacts und wie?

Jetzt mal im Ernst…, wenn man vor hat irgendwo vorne in A3 bzw. auf EO oder WM Qualis mit zulaufen kommt man meiner Meinung nach nicht wirklich an running contacts vorbei. Mit Phoebe hatte ich wunderschöne 2on 2off, aber wenn ich es richtig eilig hatte habe ich sie einfach vor dem Stop aufgelöst und rennen lassen. Diese nicht explizit trainierte “runnings” Variante ist aus eigener Erfahrung ziemlich fehleranfällig und gleichzeitig doch irgendwie langsamer als richtig trainierte running contacts. Ich kenne nur eine Hand voll super ausgebildete Hunde, die tatsächlich “trotz” 2on 2off mit den Zeiten der runnings Hunde mithalten können. Es ist nämlich auch nicht wirklich leicht super schnelle und verlässliche 2on 2off zu trainieren. Aber um es vorweg zu nehmen: ich persönlich finde das 2on 2off Training leichter, deutlich weniger zeitintensiv und auch weniger frustrierend.

[Werbung da Namensnennung] Seit ich Sykes habe, mache ich mir Gedanken um running contacts Training. Ich war mir von Anfang an sicher, Sykes wird running contacts machen. Aber ich hatte absolut keine Ahnung, wie ich es trainieren sollte. Es gibt viele vielversprechende Methoden. Mona Grefenstein arbeitet über das “shapen” der Zone und es gibt viele großartige Hunde, die mit dieser Methode sehr erfolgreich und zielsicher treffen. Anne Lenz, Katarina Podlipnik und mittlerweile auch Silvia Trkman arbeiten mit einem Target. Ich habe mich für einen weiteren Kurs bei Silvia Trkman angemeldet und ab Februar 2019 ging es dann los. Unser Abenteuer running contacts – mit all seinen höhen und tiefen – begann.

Agility Training Cooper

Training Cooper | IST-Stand Agility

Cooper hat Ende 2017 seinen ersten Start in Agility A1 absolviert. Er ist sehr schön gelaufen und hat sich toll konzentriert. Er war allerdings deutlich langsamer als er es im Training sonst ist. Dies ist denke ich aber nur ein Mangel an Erfahrung. Zwischendurch hat er seine Besitzerin Nicole gesucht, die sich während seinem Lauf verstecken wollte um ihn nicht abzulenken. Das würde ich aber nicht überbewerten. Auch mit dem “offenen” Slalom Eingang hatte er etwas Probleme. Zonen sind nicht so seine Stärke, er weiß nicht genau wo er hin soll (versteht also “2on 2 off” nicht) und läuft deshalb sehr langsam den Abgang herunter in / durch die Zone und versucht den “Richtigen” Punkt zum Anhalten zu finden. Man merkt, dass ich es ihm bisher noch nicht so erklären konnte, dass er es versteht.

♔ Cannon Ball

Anzeige | Testbericht Cannon Ball

Wir haben den Cannon Ball Ende 2017 bei Dogmania.se* gekauft. Er soll uns als unabhängige Belohnungshilfe beim Agility, der Distanzarbeit bei den Rettungshunden und unserem Training im allgemeinen dienen. Wir erwarten uns eine gute Möglichkeit ein sauberes Voran ohne zurückschauen aufbauen zu können. Weiterhin soll der Cannon Ball ebenso wie Treat and Train in unserem Agility Training z.B. running contacts aufgenommen werden. Auch den Slalom sollte man damit leichter, unabhängig von der eigenen Position, belohnen können. 

Hält der Cannon Ball was er verspricht?

Agility Training Alice

Training Alice | IST-Stand Agility

Alice hat Ende 2017 ihren ersten Start in Agility A1 absolviert und hat es ziemlich gut gemacht. Agility macht sie nur so nebenbei und dementsprechend ist sie auch nicht regelmäßig im Training. Sie ist “hauptberuflich” Rettungshund.
Sie ist laut und hat keine ideale Sprungtechnik. Sie rennt ohne Rücksicht auf Verluste und kommt trotzdem unglaublich eng. Leider teilweise so eng, dass sie bei der Landung hinfällt oder gar den kompletten Ausleger mitnimmt. Sie scheint dies wenig zu stören. Mich allerdings schon! Denn Gesundheit und Sicherheit gehen vor. Mir wäre lieber sie würde sich für eine weitere Linie und ihre Sicherheit entscheiden statt meinem Wunsch diese Hürde eng zu arbeiten kompromisslos zu entsprechen.

Agility Training Phoebe

Training Phoebe | IST-Stand Agility

Phoebe startet im Agility in A3 und meistert so gut wie jeden Parcours ohne nennenswerte Schwierigkeiten. Natürlich passieren auch uns Fehler. Besser gesagt, wenn ein Fehler passiert, dann ist es meistens meiner oder eine Zone – die letztendlich auch auf meine Kappe geht – aber dazu ein anderes mal.

Was uns leider häufig nicht gelingt, ist den Agility Parcours in der für uns maximal erreichbaren Geschwindigkeit, zu absolvieren. Ich neige dazu, etwas zu spät zu gehen, etwas zu lange zu kontrollieren oder doch einen Schritt mehr zu machen. Genau das hält Phoebe aber davon ab “Vollgas” zu geben, denn: ich bin ja da. Als ich mit Phoebe angefangen habe, hatte ich immer Angst sie rennt mir weg – heute will ich mehr oder weniger genau das. Aber wie kann ich ihr heute erklären, dass ich genau dieses vorpreschen, was ich damals so fürchtete gerne hätte…

Agility Training

Training ist das A & O

Wer gut werden will der muss trainieren. Das ist eigentlich überall der Fall. Beim Agility geht es um Teamwork, sowohl der Mensch als auch der Hund können Fehler machen. Weder Hund noch Mensch sollten im Training überfordert werden. Grundsätzlich kommt es nicht auf viel Training sondern auf das Richtige Training an!

Unser Jahr 2017 – ein Jahr mit Höhen und Tiefen

2017 @GuardianPeak

So begann unser Jahr

Das Jahr 2017 startete ziemlich turbulent. Im Dezember 2016 hatten wir bei Phoebe einen Milchleisten Tumor festgestellt. Auf Grund dessen Phoebes Jahr 2017 mit zwei sehr großen und schmerzhaften Operationen begann. Nach einem ersten “kleineren” Eingriff im Dezember 2016 wurden beide Milchleisten sowie die Gebärmutter in zwei Operationen mit einigen Wochen Abstand komplett entfernt. Die Operationen verliefen erfolgreich, jedoch hatte Phoebe nach der ersten Operation starke Einblutungen und sehr große Schmerzen. Trotz starker Schmerzmittel lag sie tagelang wimmernd auf ihrem Bettchen. Die selbstauflösenden Fäden der ersten OP lösten sich nicht auf. Bei der zweiten OP entschieden wir uns für Fäden, die sich nicht auflösen, dafür aber später gezogen werden müssen. Das war eine gute Entscheidung. Die Wunde verheilte deutlich besser. Außerdem bekam sie nach der zweiten OP zusätzlich das Schmerzmittel Tramadol, damit schien sie deutlich weniger Schmerzen zu haben. Von Januar bis Mai drehte sich eigentlich alles um Phoebe. Operationen, Heilung, Aufbau… Kaum war sie wieder recht fit, musste sie wieder unters Messer. Wir sind unglaublich dankbar, dass Phoebe dies alles gut überstanden hat.