Back from B.A.C.K.

Unser Jahr 2020 startete direkt mit unserem (Sykes und meinem) ersten größerem Agility Event. Die Bavarian Agility Challenge Kreuth – kurz B.A.C.K..

Unser T-Shirt von der B.A.C.K.
B.A.C.K.2020

Ich hatte keine großen Erwartungen und mein Ziel war es, einen der sechs Starts gut durchzukommen. Mit gut meine ich nicht mal zwangsläufig fehlerfrei sondern eher – schön und mit einem gutem Gefühl.

Donnerstagnachmittag direkt nach der Arbeit ging es los. Taschen ins Auto und auf zur B.A.C.K.. Dort angekommen habe ich schnell das Gepäck ins Apartment gebracht und bin dann direkt zur nahe gelegenen Turnieranlage gelaufen, um zu Melden. Die Anlange war groß und die Halle entgegen meiner Erwartungen relativ warm. Auf der Suche nach der Meldestelle haben ich direkt einen Blick auf die drei Turnier Ringe geworfen. Die Meldestelle arbeitete schnell und war gut vorbereitet. Jeder bekam einen Zettel, der die eigenen Start- und Helferzeiten auf einen Blick zeigte. Dieser Zettel war die nächsten Tage mein ständiger Begleiter. Leider musste ich feststellen, dass Alexandra mit Bryanna quasi jedes Mal parallel zu mir starten würde und somit der Plan uns gegenseitig zu beraten und zu filmen relativ schnell verworfen werden musste.

Der Austragungsort / Turnier- Felder
Der Austragungsort

Turniertag 1

Sowohl Alexandra als auch ich waren am ersten Tag der B.A.C.K. schon sehr früh dran. Ich rappelte mich also um 7 Uhr auf und machte mich fertig für einen aufregenden Turniertag. Ich startete in A1 und war in der zweiten Gruppe während Alex in der A3 an den Start ging und dort in der ersten Gruppe war. Aufgrund der vielen Starter in A3 würde sie etwa gleichzeitig mit mir auf einem anderen Feld laufen. Ein Highlight für mich war, dass Tereza Kralova mit High ebenfalls in A1 gemeldet hatte und ich mir quasi immer ein “how to do it right” im Vergleich zu meinem Lauf ansehen konnte.

Die Parcoure am ersten Tag waren klasse! Ich ging den A-Lauf ab und hatte ein richtig gutes Gefühl. Mir war klar, dass ich Sykes nach dem schnellen Steg, der gerade auf die Mauer führte, kurz nach der Mauer etwas enger bekommen musste als es die eigentliche Lauflinie von Sykes versprach, damit er den nächsten Sprung nicht umlaufen würde. Ich hoffte sehr, dass er die Mauer nicht schmeißen würde.

Schon beim warm machen merkte ich, Sykes ist voll bei der Sache. Er war konzentriert und absolut auf mich fokussiert. Die vielen anderen Hunde im Startbereich, die Lautstärke in der Halle und die schnellen Läufe auf den verschiedenen Ringen brachten ihn so gar nicht aus der Ruhe. Ein tolles Gefühl!

Am Start zum ersten Lauf

Als wir dann an den Start gingen war ich zwar irgendwie nervös aber gleichzeitig total fokussiert. Ich war mit meinen Gedanken nur bei Sykes und dem Parcours. Keinen einzigen Gedanken verschwendete ich daran, ob er am Start in der Atmosphäre sitzen bleiben würde. Ich gab das Startsignal und ab ging es. Sykes rannte wie auf Schienen und reagierte extrem gut auf mich. Ein kleiner Schlenker, wie befürchtet nach der Mauer, aber er nahm den Sprung und wir kamen fehlerfrei ins Ziel! Ich war so glücklich und hatte damit das gesteckte Ziel des Wochenendes bereits erreicht.

Auch der Jumping 1 war schön gestellt. Beim Abgehen bemerkte ich, dass an einer Stelle der geplante Wechsel etwas knapp werden könnte und ich entschied mich zum Abkürzen und einen Sprung zu “layern”. Das wurde mir später zum Verhängnis. Als ich mir das Video von Tereza ansah bemerkte ich, dass sie auf der anderen Seite des Sprunges lief – es wäre wohl auch für mich und Sykes besser gewesen, wenn ich die paar Schritte mehr gelaufen wäre. Aber alles in allem fühlte sich auch dieser Lauf trotz Dis ziemlich gut an.

Das aller Beste! Wir haben es mit dem A-Lauf aufs Treppchen geschafft. Platz drei von 62, nur ein zehntel hinter Tereza. Unsere erste Quali für die A2 und das auf solch einem Event. Ich habe mich so sehr gefreut!

Auf dem Treppchen zusammen mit Tereza :)
Platz 3 von 62

Turniertag 2

Am Samstag war der A-Lauf deutlich anspruchsvoller. Bereits an dem “außen” von Sprung 2 stand eine Sprungverleitung in gerader Linie. Naja und wie das so ist, wenn der Kopf sich noch über eine gemeisterte Stelle freut, meine Handwechsel auf den Reifen kam zu spät und wir handelten uns dort eine Verweigerung ein. Dafür klappte der Wechsel und die Linie auf die Wippe sehr gut, was vielen anderen bereits nicht mehr gelang. Bis in den Tunnel lief es dann auch richtig gut. Beim Abgehen hatte ich bereits festgestellt, dass ich Sykes bezüglich des Stegs würde helfen müssen. Unter dem Steg lag ein Tunnel und der vorherige Tunnel würde die schnellen Hunde wahrscheinlichen eher weit kommen lassen sodass dieser Tunnel in Linie liegen würde.

Das Problem zu erkennen ist allerdings nur die halbe Miete. Ich entschied mich dazu die Hand deutlich zurück zu nehmen, seinen Namen zu rufen damit er enger kommt und das Steg Kommando zu geben. Da am Ende des Stegs in gerade Linie ein Sprung stand, welcher kurz gesprungen werden musste, um nicht in die nahliegende Sprungverleitung zu rennen, konnte ich nicht am Stegaufgang auf ihn warten. Würde ich das ganze nochmal laufen würde ich allerdings am Stegaufgang warten und mich auf sein “kurzspring” Kommando verlassen statt auf sein Steg Kommando *lol.

Der Jumping hätte gut werden können aber nachdem Sykes den dritten Sprung umgehauen hat änderte ich meine Taktik. Ich wollte ihn mal ein bisschen pushen, denn mit Fehler ist der Lauf eh gelaufen. Ich denke durch den Druck fiel dann noch eine Stange, es kam zu einer Verwirrung am “Außen” und dann vergas ich noch “vor” zu rufen was zu nem Dis führte. Fazit: pushen ist nichts für mich und Sykes. Ich werde dann hektisch und er läuft nicht mal schneller *lach. Mit dem Dis war ich allerdings in guter Gesellschaft. Von 62 Teams sind nur sechs durchgekommen.

Turniertag 3

Auch am dritten Tag identifizierte ich beim Abgehen eine schwierige Stelle für mich und Sykes. Über den Weitsprung würde Sykes deutlich über die Idealllinie zum Slalom springen. Ich wollte also am Weitsprung zurück bleiben und ihm Platz zu lassen. Die Hunde, die vor mir an den Start gingen, sprangen jedoch den Weitsprung zu quer erhielten so eine Verweigerung. Ich dachte ich müsse doch weiter mitlaufen und sorgte dafür, dass ich den richtigen Slalomeingang zustellte. Auf mein Kommando Slalom lief Sykes dann zum weit entfernten Ende. Dann war der Wurm drin. Wir brachten den Lauf zwar dann noch ins Ziel haben jedoch mehrere Anläufe am Slalom gebraucht, was natürlich mit Fehlern und ner grottigen Zeit bestraft wurde.

Tja, wie soll ich es sagen, auch beim Jumping verschätze ich mich etwas. Beim Abgehen war mir klar, irgendwie muss ich Sykes gut ausrichten für die lange Gerade. Wie ich das anstellen sollte wusste ich nicht genau. Ich entschied mich dafür am Weitsprung etwas zurück zu bleiben damit Sykes kurz kommt und ihn dann über das “vor” Kommando auf die gerade zu schicken. Daraus wurde nichts. Sykes sprang weit und kam genau auf die Linie die ich vermeiden wollte, durch meine Position recht weit hinten zog er berechtigterweise nach Links und letztendlich am mittleren Sprung vorbei. Nachdem ich ihn neu angesetzt auf die beabsichtigte Linie gestellt hatte lief es wie am Schnürchen. Das Ergebnis zwar ein Dis, aber ab der Korrektur fühlte es sich so unfassbar gut an. Nächstes Mal werde ich in einer solchen Situation versuchen deutlich weiter vorn zu sein (was durch den Tunnel gut möglich gewesen wäre) um Sykes hoffentlich besser in die Gerade zu bekommen 🤷‍♀️.

Fazit der B.A.C.K.

Es war ein mega cooles Event in toller Gesellschaft. Einmal standen wir auf dem Treppchen und auch bei den andern Läufen haben wir uns nicht total blamiert. Wir scheiterten an Kleinigkeiten und ich habe die meisten kritischen Stellen identifizieren können, auch wenn meine Lösungsansätze nicht immer die Richtigen waren, so habe ich doch viel daraus lernen können. Besonders haben mir die Running Contacts gefallen, nach den ursprünglichen Anlaufschwierigkeiten im Training klappt es nun schon richtig gut. Sykes macht einfach Spaß und ich freue mich schon auf die nächsten Turniere.

Sykes bei Dogs4motion zum check-up
Sykes bei Dogs4motion zum check-up

Zum Abschluss der B.A.C.K. habe ich Sykes von [Werbung] Dogs 4 Motion durchchecken und massieren lassen. Die gute Nachricht, Sykes ist rundum fit und hat das Turnier gut verkraftet. Der Bizeps war noch etwas fest aber der letzte Lauf lag gerade mal eine Stunde zurück und natürlich strengt so ein Event auch etwas an. Mit ein bisschen Massage war das aber schnell gelöst und wir sind gesund und happy zurück nach Frankfurt gefahren. Ziemlich sicher werde ich in zwei Jahren die Bavarian Agility Challange Kreuth (B.A.C.K.) wieder melden. Hoffentlich dann in der A3 und dann bestimmt wieder im Parcours mit Tereza und High ;).

[Werbung] Während des Tuniers hatte Sykes viel Spaß mit Bryanne und sein Spielzeug von AgiCore musste einiges aushalten :). Aber auch das Spielzeug hat das Wochenende unversehrt überstanden.

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