Agility Training Sykes

Agility Foundations

Bevor ich euch von meinen ersten Turnieren Berichte schreibe ich eine Zusammenfassung darüber wie wir die Grundlagen dafür geschaffen haben. Unsere Agility Foundations.

[Werbung] Nachdem wir die “Puppy Class” Online bei Silvia Trkman belegt hatten , was uns viel viel Spaß mit Tricks und “Clicker Training” machte, war für mich klar, auch die Agility Foundations würde ich mit einem Online Kurs von Silvia Trkman aufbauen.

Erste Schritte im Agility

Wir haben ganz klein angefangen

Einen Trick den Sykes schon aus der Puppy Class kannte, das umrunden von Gegenständen damals noch um Tischbeine, Bäume, Pylonen, und Pfosten haben wir nun an einem Ausleger geübt. Dabei ging es nicht nur um das umrunden des Auslegers sondern um das umrunden, obwohl ich mich weiterbewege. Wir haben so das enge linksrum gehen “li” und das enge rechtsrum gehen damals noch “rum”- heute “re” geübt. Wir haben Wettrennen zu Spielzeugen gemacht. Ich bin mit einem am Boden schleifenden Spielzeug weg gerannt und er rannte so schnell es geht hinter mir her. Ich habe ihn links und rechts um den Ausleger geschickt und bin davon gerannt.

Step by Step geht`s weiter

Nachdem die ersten Übungen gut funktionierten, haben wir die Schwierigkeit etwas erhöht. Nun gab es zwei einzelne weiter von einander entfernt stehende Ausleger, welche es zu umrunden galt. Wir sind “achter” gelaufen 🙂 eine kleine Tunnelverleitung wurde eingebaut. Auch bei dieser Übung ging es darum, dass Sykes lernt den Ausleger zu umrunden, obwohl ich mich bereits in die andere Richtung weg bewege. Damit es nicht langweilig wird und um die Schwierigkeit weiter zu steigern haben wir den Übungsaufbau immer ein wenig variiert. Außerdem haben wir mit dem Gassenslalom angefangen. Eine breite Gasse, anfangs geradeaus abrufen oder zu einem Spielzeug schicken. Später den Startpunkt immer etwas versetzen, ebenso meine Position – mal bin ich mit gelaufen mal zurückgeblieben.

Agility Foundations – Lesson 1

Lektion Nr. 2

So langsam fangen wir an erste kleine Sequenzen zu laufen und nicht mehr immer nur hin und her :). Es macht schon richtig Spaß. Mittlerweile kann ich Sykes schon ziemlich gut in ein “wrap” schicken und er weiß wann er den Sprung und wann den Tunnel nehmen soll. Ich integriere die ersten Wechsel in unser Training. Es läuft quasi ganz von alleine. Die Belgier nimmt er an als hätte er noch nie etwas anderes gemacht…

Agility Foundations – Lesson 2

Wir werden besser – Lektion 3

Jetzt arbeiten wir das erste mal mit Sprüngen und geraden Linien auf denen er richtig gas geben kann. Selbstverständlich immer wieder im Wechsel mit engen Wendungen in verschiedenen Sequenzen. Er soll ja schließlich aufmerksam bleiben. Ich muss schon sagen: Das macht richtig Spaß. Neben der Versammlung in Wendungen haben wir jetzt auch eine Verlängerung der Galoppade.

Wir haben uns auch das erste mal an die Wippe gewagt. Bisher sind wir natürlich weit davon entfernt die ganze Wippe zu machen. Aber Sykes lernt jetzt, das die Bewegung der Wippe und der Knall beim Aufkommen der Wippe nichts schlimmes ist – “The Bang the SeeSaw Game” is on.

Agility Foundations – Lesson 3

Lets do this – Die perfekte Welle 🙂

Die Welle – wer kennt sie nicht. Wir haben sie Schritt für Schritt aufgebaut. Zuerst alle Sprünge einfach ganz normal in eine Reihe gestellt (also noch gar nicht ausgerichtet, wie es später bei der Welle sein wird). Nach und nach habe ich dann den Winkel angepasst und wir kamen der Welle immer näher und näher. Seht selbst:

Agility Foundations – Lesson 4

Slalom – Fleiß an der Gasse

Ich finde den Aufbau mit der Gasse super. Der Hund lernt schnell die Belastung ist relativ gering solang man die Gasse etwa so breit lässt wie der Hund ist. Da Sykes zu dem Zeitpunkt noch recht jung war habe ich die Gasse auch gegen Ende des Kurses noch nicht geschlossen aber wir haben fleißig Eingänge und Wechsel üben können. Auch die Stangen habe ich erst nach und nach hoch gelegt. Mit 15 Monaten waren die Stangen noch immer nicht auf voller Höher und der Slalom bei weitem noch nicht geschlossen.

Agility Foundations – Lesson 4 / Slalom Session

In & Out

Als letzte Übung in dem Online Agility Foundation Kurs haben Sykes und ich das “in in” und “außen” geübt.

Für mich sind diese beiden Kommandos essentiell und das selbstständige arbeiten von “in” und “außen” gehört einfach dazu. Deshalb ist ein guter Aufbau so wichtig. In dem Video seht ihr wie ich damit angefangen habe. Leider hatte Sykes zwischen durch einen Husten und wir mussten während der Kurs lief eine weile aussetzen. Deshalb mussten wir später noch einige Kursinhalte nachholen. Hier nun aber erstmal unser Anfang.

Agility Foundations – Lesson 5

Und dann ging es aufs Turnier?

Nein, soweit waren wir noch lange nicht. Mit 18 Monaten darf man offiziell das erste mal auf einem Turnier starten. Aber nicht nur, dass Sykes einfach zu jung war, wir waren auch noch nicht gut genug. Am Ende vom Kurs habe ich für das “Graduation Video” das erste mal die Wippe im Ganzen gemacht. Außerdem war der Slalom noch nicht geschlossen, die Sprünge waren noch nicht auf voller Höhe und Steg und A-Wand, Reifen, Doppelsprung, Mauer und Sacktunnel hatten wir bis dato noch nie gemacht. Ich hatte auch nicht vor es zu überstützen. Ob wir mit 18 Monaten bereits würden starten können war mir nicht wichtig. Entscheidend war mir eine gute Basis zu schaffen und Sykes ein solides Verständnis zu verschaffen.

Wir trainierten also so gut es ging weiter. Aber im Winter konnte ich nicht mehr auf den Platz. Alleine in einer Agility Halle zu Trainieren viel mir sehr sehr schwer, weil in der Halle bereits Parcoure aufgebaut waren und ich die Sequenzen nicht so stellen konnte wie ich es gerne gehabt hätte um daraus mein ursprüngliches Trainingsziel zu erarbeiten. Auch ein Gassenslalom stand nicht zur Verfügung. Meist lief ich einfach irgendwas und versuchte das was wir bereits konnten umzusetzen. Da ich wenig Mehrwert darin sah beschränkte ich das Hallentraining auf ein Minimum. Allerdings hatte ich immer mal wieder die Chance einen Trainingsplatz bei verschiedenen Trainern zu ergattern und habe so immer wieder wertvollen Input bekommen. Ca. 2 Monate konnte ich regelmäßig einmal die Woche in einer Reithalle trainieren. Bei dem Training haben wir endlich wieder Fortschritte gemacht. 3-4 mal habe ich auch mit Florian Förster trainieren können und einige wertvolle Tipps für mein Training mitgenommen.

Der Winter war vorbei und wir hatten noch immer den Steg, die A-Wand, den Doppelsprung und den Sacktunnel nicht gemacht. Den Reifen hatte ich mal in der Halle versucht aber bisher auch nicht in Sequenzen stehen gehabt.

Wir starteten mit Running Contacts

Ohhhh – glaubt mir. Es war ein steiniger Weg. Aber jetzt wo sie echt ziemlich gut klappen macht es unglaublich viel Spaß. Ich habe zwischendurch wirklich fast aufgegeben und hätten mir nicht unzählige Freunde gut zugeredet und mich davon Überzeugt, dass es sogut wie bei jedem diese Phasen gibt, hätte ich es vielleicht nicht durchgezogen. Jetzt… jetzt liebe ich Running Contacts und kann mich schon kaum noch daran erinnern wie sehr mich das Training zwischenzeitlich frustriert hatte. Unser Running Contacts Training – mit all seinen Höhen und Tiefen – findet ihr hier: >click<

Die A-Wand haben wir erst angefangen zu üben nachdem die Running Contacts am Steg saßen und das Training der A-Wand ging super schnell und einfach. Ich habe das “Target” welches Sykes vom Steg kannte einfach auf die Zone am Wandabgang gelegt. Die A-Wand hatte ich zu Anfang deutlich niedriger als sie es später sein würde. Dann habe ich Sykes ohne Anlauf und ohne hohe Geschwindigkeit über die Wand laufen lassen. Die Wand habe ich relativ schnell höher und höher gestellt und das Target bliebt einfach am Abgang. Wichtig ist das der Hund wenig oder keinen Anlauf hat solange die A-Wand niedrig ist. Wenn die Wand steiler und (fast) auf voller Höhe ist kann man nach und nach auch mit Schwung die Wand anlaufen. Ein Video habe ich dazu leider nicht.

Fertig ist man nie, aber langsam haben wir ne gute Basis

Und dann ging alles irgendwie doch schneller als gedacht. Die BH lief er mit 15 Monaten einfach so locker runter. Steg und A-Wand hat er verstanden. Wippe klappte auch nach wenigen Wiederholungen echt gut. Den Reifen und den Sacktunnel musste ich Sykes ein paar mal einzeln machen lassen und daraufhin machte er ihn ganz selbstverständlich auch in Sequenzen und Parcours gearbeitet. Einzig der Slalom war etwas müssig.

Von der Gasse zum Turnierslalom

Irgendwie lief der Übergang von Gasse zu Turnierslalom nicht so rund. Er hatte es einfach nicht verstanden. Er nahm mehr oder weniger nur jede zweite Stage oder liefe komplett ganz dicht daran vorbei, obwohl er die komplett geschlossen Gasse am Gassenslalom ohne Probleme arbeitete (aber für ihn gab es eindeutig einen Unterschied zwischen geschlossener Gasse und Turnierslalom). Irgendwas anderes musste ich mir einfallen lassen, damit er kapiert was ich von ihm will und so kam ich zur 2 by 2 Methode, um Sykes den Slalom verständlicher zu machen. Wir haben die ersten zwei Tore sehr gute hinbekommen, bei einem weiteren Tor (also 6 Stangen) verlor Sykes häufig den Fokus und machte dann bereits innerhalb der ersten 4 Stangen Fehler – auch wenn das letzte Tor noch recht weit von den ersten 4 Stangen entfernt stand.

Vielleicht habe ich die Methode falsch angewendet oder Sykes einfach nicht gut beibringen können aber wie auch immer – irgendwann stand während meinen Fehlerhaften 6 Stangen 2 by 2 mal nen Turnierslalom auf dem Platz und aus Spaß schickte ich Sykes (sogar aus einiger Entfernung) da hin…. und siehe da: Er lief den Slalom. Dabei war er nicht besonders schnell aber fehlerfrei und das tempo würde schon noch kommen. Mit knapp 17 Monaten konnte Sykes also dann auch den Slalom 🙂 .

Seminare

[Werbung] Bevor es das erste mal mit 18 Monaten und drei Wochen auf Turnier ging haben wir insgesamt an drei mega coolen Seminaren teilgenommen (Tereza Králova und Tamás Tráj, Max Sprinz und Nadine Alshut, Lisa Frick). Jedes Mal war er super brav, total fokussiert und hatte alles was er zu dem Zeitpunkt bereits gelernt hatte abrufen können. Eigentlich hat er jedesmal mehr geschafft als ich ihm zugetraut hätte. Großartig war, dass die Seminarleiter auf seinen Leistungsstand eingegangen sind und die Sequenzen so runtergebrochen haben, dass selbst Sykes und ich diese anspruchsvollen Parcoure in Abschnitten laufen konnten. Es waren motivierende, lehrreiche Seminare, die mir gezeigt haben das Sykes eigentlich schon viel mehr kann als ich ihm zutraue.

Extreme Foundations

Demnächst geht es weiter mit [Werbung] Xtreme Foundations by Silvia Trkman – ich bin gespannt was wir noch alles lernen werden 🙂

Graduation Video – Agility Foundations

Hier nun aber noch unser Abschluss Video von dem Online Agility Foundation Kurs.

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